Dienstag, 10. September 2013

MÅNGAIA

MÅNGAIA

Leise rauscht das Wasser unter uns vorbei, der Bug schneidet sich durch die Nacht.
Noch treiben wir vor uns her, noch verhängen Wolken uns die Wacht.
Dunkel ist es, alleine, fern.

Ziellosigkeit wird zum Fluch, die Zeit reißt langsam ab.
Und Träume, Hoffnungen selbst die Angst,
wird nichts, wird schwach, stirbt ab.

Ist da draußen denn nichts, nichts das uns befreit?
Weder Himmel, noch Hölle, nur Ewigkeit?
Doch es bleibt still, ruhig, kalt.

Lange schon sind wir fort, zu weit sind wir gegangen.
Rückkehr gibt es nicht, hinter uns sind nur die Schatten.
Und sie verblassen, verschollen, fallen.

Was haben wir gekämpft, was haben wir riskiert?
Gejagt haben wir den Traum, unser Dasein kritisiert.
Vergossen Schweiß, Blut, und unsere Kraft.

Und schließlich ist es da, das lang ersehnte Zeichen.
Der Horizont lichtet sich, zeigt den Pfad der Alten.
Und auf der Straße des Mondes Schein
Segeln wir gegen die Gezeiten.

Der Wind erhebt sich, wir werden Schneller,
die Reise, lang ersehnt, die Minen werden heller.
Voll Hoffnung, Freude, Emotion.

Erst jetzt beginnt die Reise, zum lang ersehnten Ziel.
Für Freiheit, Glanz und Friede.

Auf MÅNGAIA, dem letzten Weg des Mondes Schein.

von Daniel Trabitzsch

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