Entnervt mache ich alles aus, den Computer, den Strom, schließlich auch das Licht. Momente sitze ich im Dunkeln, höre irgendwo auf den Straßen zwei Katzen kämpfen. Schließlich reibe ich mein Gesicht.
Wie viel Zeit will ich noch hier vergeuden, denke ich mir. Mein Blick wandert aus dem Fenster. Nass und kalt glänzen die Dächer der umliegenden Häuser. Ich fühl mich schwach, ich fühl mich nicht mehr. Mir fehlt etwas. In leeren Gedanken blicke ich über den unordentlichen Schreibtisch, spiele mit einen Würfel im Dunkeln, rühre mit einen Pinsel ein Glas voll Wasser um, in denen sich die Farbe bereits am Grund abgesetzt hatte.
Die Zeit scheint verschollen, so wenig brauche ich sie noch zu beachten. Frust steckt in mir. Der Frust, ziellos zu sein. und so lebe ich in den Tag, ohne eine Aufgabe, ohne einen Willen, in der Hoffnung, den Tag bald bloß überstanden zu haben. Meistens hänge ich hier, langweile mich, fühle mich krank, doch so lebe ich.
Ich blicke in den Himmel, richte mich auf. Beobachte die Getreidepflanzen, die im Sonnenuntergang Wellen im Wind schlagen, wie sie dunkelbraun sich erstrecken. Ich werde angesprochen von zwei anderen Personen, vertrauten Personen. Wir besprechen alles, machen uns bereit und steigen in das Flugzeug. Der Flug geht los, bald schon lassen wir alles hinter uns, die Felder, den Flugplatz und schließlich fliegen wir durch die Abendsonne über das Land.
Die Luft ist angenehm warm, der Sommer liegt über den Hügeln. Und während ich durch den Himmel schwimme, erkenne ich: Es liegt an mir.
Ich erwache langsam aus meinen Traum, zurück in meinen Zimmer. Ihn immernoch nachklingend schaue ich auf das Wasser.
Die Farbe hatte sich gelöst, nun war es grün. Grün wie die Hoffnung.
Und nun packe ich meine Jacke, öffne die Türe und gehe hinfort.
Hinfort zu den Sommerhügeln.
von Daniel Trabitzsch
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen