Ich erinnere mich an die letzte Nacht, an die vom Nieselregen glänzenden Straßen. Wie wir uns trafen, etwas kühles trinkend, wie wir zusammen lachten, wie wir zusammen feierten, uns unterhielten, und wie dabei immer unsere Augen sagten: Es war eine tolle Zeit mit dir.
Wir zogen weiter, überquerten die Schwelle der spiegelnden Türen.
Rauchige Luft, buntes Licht das über den Boden zog, laute Musik, die den Raum erfüllte.
Hinaus aus der Kälte, hinein in die Wärme. Wie ein Windstoß zog uns die gute Stimmung in den Saal, und zwischen Flaschen und guten Freunden feierten wir, tanzten im Rausche der Musik, ließen uns umwickeln im Dampf der guten Laune. So lange, bis auch das letzte Licht wieder erlosch und wir unseres Weges weiter gingen.
Ich erinnere mich, wie wir alle beisammen waren, wie wir aßen und wie wir ein letztes Mal de vertrauten Gänge betraten.
Und schließlich erinnere ich mich an die Verabschiedung. Wie man sich ein letztes Mal so sah, wie man sich ein letztes Mal in diesen Zusammenhang begegnete. Wie das drückende Gefühl, das Jeden von Uns die letzten Tage begleitet hatte in uns aufloderte, wie wir alle in Erinnerungen, mit einen mulmigen Gefühl in die Zukunft starrte und wusste, es wird nie wieder so sein. Ich erinnere mich, wie diese Traurigkeit alle umgab, manchen von uns zu fesseln drohte. Ich blicke zurück auf eine wunderbare Zeit, die nie wieder kommen wird, und die doch niemals erloschen sein wird.
Ich blicke zurück, spüre das Gefühl, das ich dort spürte, spüre noch einmal wie alles endet, wie ich an etwas festhalten will, dass nicht zu verhindern geht. Und so versinke ich langsam in meinen Erinnerungen...
Doch schließlich stehe ich auf. Auf mich, nein auf uns, wartet ein neuer Tag.
von Daniel Trabitzsch
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