Es regnete.
Alles begann vor ein paar Stunden. kleine Wassertropfen waren über das Glas gelaufen, hatten hier und dort ihre klaren Spuren hinterlassen. Ein angenehmes Klingen war bei jedem Aufprall entstanden. Zart und kaum zu hören.
Vor dem Fenster war die Welt allmälig nass geworden.
Schon den ganzen Tag über war diese Feuchtigkeit zu spüren gewesen. Wie eine feine Decke, die sich über einen legte, sobald man die Außenluft berührte. Es machte das Atmen aufregend, das leichte knistern nach Abenteuerlust, das jedesmal entstand, wenn ich so eine Atmosphäre vorfand.
Eine leichte Frische, hervorgerufen von dutzenden kleinen Tropfen im Nebel.
Nun hatte sich all diese Tröpfchen entladen und sorgten dafür, das man das Innere aufsuchte.
Wie sie fein zu Boden glitten, sich sammelten und alles zum glänzen gebracht haben.
Sie kühlten die Luft, kühlten die Hauswände, kühlten Alles und Jeden, seitdem sie ihren Weg nach unten gesucht hatten.
Wie mich der Regen doch immer wieder fasziniert, wie er mich doch jedesmal träumen lässt.
Die zarten Tropfen wichen bald den schweren. Das schwache klingen war verschwunden.
Stattdessen ertönte nun ein lautes Pochen vom Dach, ein lautes Pochen von den Scheiben. All diese Geräusche überschwämmten sich und bildeten ein starkes Rauschen.
Die schweren Tropfen sammelten sich nicht mehr. Sie knallten gegen das Glas, sprangen durch den Aufprall beinahe wieder ab. Blätter wurden nach unten gedrückt, Bäche bildeten sich am Rande der Straßen.
Vorbei mit der Abenteuerlust.
Sonne.
Etwas helles stieß durch die Wolkendecke. Wärmend roter Feuerball, schön dich wieder zu sehen.
Die letzten Tropfen fielen von den Bäumen. Was blieb ist eine glänzend nasse Welt, was blieb sind die vielen Gläser, von denen nun die letzten Tropfen, wie übriggebliebene Erinnerungen an den Regen, langsam von der Scheibe rollten.
Draußen ist nun eine wunderbar kühle Luft.
Zeit, neue Abenteuer zu erleben...
Von Daniel Trabitzsch
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